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Beispiel für Katzenfreilauf auf eigenem Grundstück




Grundstücksübersicht

Es sollte auf dem abgebildeten Grundstück ein Freilauf eingerichtet werden. Auf der einen Grundstücksseite befindet sich am Zaun eine Buschreihe, die bestehen bleiben sollte. Auch unten rechts wird das Grundstück mit einer Buschreihe begrenzt. Auch diese sollte erhalten bleiben. Zwischen Haus und Garagen steht eine fast 3m hohe Mauer. In dieser Mauer ist als Durchgang eine schmiedeeiserne Tür eingebaut. Unter den beiden Fenstern befindet sich der Kellerausgang.
Durch diese Mauer und die Garagen war eine gut nutzbare Abgrenzung bereits vorgegeben. Im Eingangsbild erkennt man auch ein hier im unteren Bildrand direkt anschliessendes Gebäude, welches eine weitere Grenze sicher vorgibt.
Grund zu intensiven Überlegungen machten damit nur die Grenzen mit Buschreihen.

Das ursprüngliche Ziel war es, einen möglichst grossen Bereich des Gartens frei begehbar zu halten und damit auch einen möglichst grossen Freilauf zu schaffen. Damit hätten aber entweder die Buschreihen mindestens niedrig, besser sogar noch gekappt gehört. Alternativ eine sehr hohe Begrenzung geschaffen werden müssen. Weder das eine noch das andere entsprach aber aus diversen Gründen den Vorstellungen.





Katze im Freilauf

Dieser Freilauf sollte für eine ältere Katze sein, die keinen Freilauf kennt. Es war bekannt, dass diese Katze überwiegend in Bodennähe nach Schlpflöchern sucht und weniger springt oder überhaupt Ambitionen hat, nach oben zu gehen.
Damit war klar und absehbar, dass die Katze, sofern die Abgrenzung hinter den Büschen ist, immer wieder sich in diesen aufhalten würde und über kurz oder lang einen Weg hinaus findet.
Die Abgrenzung für die Büsche zu legen schied aus weil damit der Aufwand beim Rasen pflegen deutlich grösser geworden wäre und die Büsche selbst kaum mehr zu beschneiden wären.

Die Lösung zeichnete sich ab, als man begann, sich von einer grossen, uneingeschränkt nutzbaren, Gartenfläche zu lösen. Die kleinere Fläche liess sich, entlang des Gartenweges aus Platten recht einfach einzäunen. Es stellte sich nur die Frage nach einem einfach zu bauenden und einfach zu nutzenden Durchgang in den Restgarten.



Mit den nun im Geiste vorgegebenen Grenzen entwickelte sich ein immer konkreteres Bild. Von der linken Hausecke mit dem Kellereingang am Plattenweg entlang zur Ecke des Blockhauses.





Übersicht des Freilaufgeheges

Hier sieht man nun die endgültige Ausgestaltung auf die im folgenden dann noch näher eingegangen wird.
Nachdem die Gehegegrenzen nun soweit feststanden, stand die Materialauswahl zur Diskussion.
Aus welchem Material die Pfosten? Draht oder Netz als Zaun?
Zuerst fiel die Entscheidung zugunsten eines Netzes. Zum einen lässt es sich ohne allzu grossen Aufwand ver- und bearbeiten und zum anderen, viel wichtiger, ist es optisch unauffälliger und vermeidet somit den Eindruck eines Gefängnisses.

Es wurde nach reichlich Überlegung ein unverrottbares Fischereinetz mit der Maschenweite 8cm besorgt. Fischnetz weil es das kostengünstigste ist und 8cm Maschenweite weil es nach Internetrecherche die überwiegend genutzte ist und keine Probleme bereitet. Für die Anschlüsse an den Gebäuden wurde sogenannter Karnickelzaun gewählt. Zum einen weil sich damit die Anschlüsse gut erstellen liessen und zum anderen weil die Breite von 80cm gerade gut passte. Als Pfostenmaterial wurde Holz gewählt. 8x8cm Kanthölzer, die am Boden mit Bodenhülsen befestigt wurden. Den oberen Abschluss bilden 2x4cm Leisten, an denen die Oberseite des Netzes gespannt wurde.
Die Befestigung des Netzes an den Pfosten geschah dann mit kleinen Einschraubhaken, Perlonschnur und Schrauben.




In den beiden ersten Übersichtsbildern sieht man den Bereich von der Hausecke zum ersten Pfosten. Dieser 80cm breite Streifen wurde mit dem besagten Karnickeldraht geschlossen. Dazu am Haus eine der dünnen Latten angedübelt und das Drahtgeflecht mit einigen Krampen aufgenagelt. Sinngemäss am Pfosten, der, wie gesagt, mit einer Erdhülse verankert ist. Den oberen Abschluss bildet wieder eine kleine Latte. Unten wurde das Drahtgeflecht direkt an den Gehwegplatten so etwa 10cm in die Erde eingelassen. Damit war dieser Bereich geschlossen.
Daran schliesst sich als nächstes der Durchgang an. Gefolgt von 4 Pfosten 8x8cm mit Erdhülse im gleichen Abstand von etwa 2,40m. Diese Gesamtlänge von 7,20m entsprach damit gerade fast der Netzbreite von 8m (Standardmass!).



Der erste Pfosten konnte nicht direkt an den Bord gesetzt werden weil dieser in Beton gesetzt wurde. Damit es zum späteren Durchgang keine Ausbruchslücke gibt, wird an dieser Stelle der Pfosten mit dünnen Lattenstücken aufgedoppelt und zum Schluss eine durchgängige drübergesetzt.
Dann wurde das Netz über diese 3 Felder in einem Stück gespannt. Dazu am Anfang und Ende um den Pfosten drum herum gelegt.
Den oberen Abschluss bildet wieder eine 2x4-Latte. Unten wurde etwas Boden vom Bett hochgenommen, eine Perlonschnur durch das Netz gezogen und diese dann gespannt am letzten Pfosten. Anschliessend diese Schnur etwa 5cm unter die Erde gelegt. Da das Netz nun unter der Erde, dicht am Bord entlang, liegt, bestreht kaum eine Chance auf Ausbruch. Zusätzlich wurde die Schnur unter eine entsprechend tief angesetzte Schraube an den zwei mittleren Pfosten gelegt. Ein anheben des Netzes ist damit ausgeschlossen.




Etwas mehr Kopfzerbrechen hat dann das nächste Feld gemacht. Schliesslich grenzt das dann an das Blockhaus vor dem sich wieder ein Blumenbeet befindet, dass etwa 20cm über den Rasenniveau liegt. Ausserdem musste dieses Feld, wenn irgend möglich, einfach wegzunehmen sein um die Rasenpflege zu erleichtern. Hinzu kommt, dass in diesem Bereich die Rasenfläche leicht gewölbt ist und so eine feste Netzauflage verhindert.
Der Blockhausanschluss bis zur Beetkante wurde wieder mit dem Drahtgeflecht geschlossen. Jeweils mit Krampen ins Holz. Oben an einer 2x4-Latte, Unterkante im Beet vergraben, um den Beetbord eng ausgeschnitten.
Die Lösung für den Lückenschluss war schnell gefunden dann. 2 Pflanzstangen aus dem Baumarkt. Daran das Netz gespannt und dann mit Kabelbindern an den Pfosten befestigt. Unten, im Rasen, eine Perlonschnur durch das Netz gezogen wieder und mit Zeltnägeln auf den rasen heruntergezogen. Das liegt so stramm auf, dass die Katze keine Chance zum Anheben hat. Im Bewdarfsfall ist diese Konstruktion schnell zu öffnen. Später hat sich gezeigt, dass es einfacher ist, den Rasen entlang des Netzes mit der Schere von Hand zu schneiden. Etwa jedes zweite bis dritte mal Rasenmähen dort nachschneiden.



Die im schmiedeeisernen Stil gefertigte Tür machte wenig Kopfzerbrechen dann. Es kam dafür wieder der Karnickeldrahtzaun zum Einsatz. Dieser wurde mit Kabelbindern an dem Türrahmen befestigt. Bis in etwa gut 1m Höhe.
Der kleine Durchgang zwischen Blockhaus und Garagen konnte auch ganz einfach geschlossen werden indem dort eine Profilbretterwand gesetzt wurde.





Durchgang

Wie auch beim Bau schon, kommt das Sorgenkind "Durchgang" zuletzt.
Kurz angesprochen war ja schon die Aufdoppelung am Pfosten. An der darauf aufgesetzten Latte wurden dann 2 Einschraubringe eingeschroben. Am gegenüberliegenden Pfosten 2 Spaxschrauben mit grösserem Kopf.
Der eigentliche Durchgang besteht aus 2 2x4cm Latten. Zwischen diesen wird mit der Perlonschnur das Netz gespannt. Dazu den Faden durch die Maschen gezogen jeweils. Oben und unten. Hängt man nun die Latten mit den Haken in die vorbereiteten Aufnahmen, kann man den Perlonfaden straff spannen und an einer Seite verknoten.








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Letzte Aktualisierung: Mon Nov 10 22:32:20 2008 Holger Brüser
 
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