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Auszug aus "Holocaust":


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Im Jahre 1989 gelangte die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner in den Besitz einer grauenvollen Dokumentation. Tausende von Hunden und Katzen, von den Strassen zusammengelesen und aus ihren Wohnungen gestohlen oder von ihren Besitzern, die sich ihrer entledigen wollten, verkauft worden waren, sind in Käfige gestopft, in einen Lastwagen geladen und in die Vivisektionslabors der Schweiz und von Deutschland gesandt worden. ….Die Kunden von Stock waren so zahlreich, dass er grosse Bücher brauchte, um seine täglichen Lieferungen aufzuzeichnen.
Erich Stock verfügte über eine Equipe von Personen, die ihm eine grosse Menge „Ware“ lieferte. Die Tiere wurden in den Baracken von Erich Stock aufgefangen , wo sie zusammengepfercht eines auf dem anderen, misshandelt, ohne Pflege und das Nötigste krank wurden und sich gegenseitig ansteckten. Es waren meist Hunde und Katzen, die an viralen Krankheiten litten, die an die Labors gingen. Einige von ihnen hatten Wunden an Pfoten und Rücken, wie Fotos bezeugen. Die Filmsequenzen zeigen jedoch die schrecklichen Sequenzen, wo die Käfige mit Hunden und Katzen, in die Lieferwagen geladen werden, für die letzte Reise ohne Rückkehr.
Wenn die Kunden selektierte Tiere benötigten, z.B. aus einer Zucht, wusste sich Erich Stock zu helfen. Dann importierte er selbst die Ware: Sein Lieferant war die tschechischslowakische Firma Velaz in Prag, die in der Zucht von Beaglehunden spezialisiert ist, von Katzen und anderen Tieren. Eine Eigenschaft von Velaz ist es, schon präparierte Tiere zu liefern, auf Anfrage des Klienten. Das Wort präpariert heisst, das die Tiere beim Verlassen der Zucht schon besondere Operationen durchgemacht haben, um den Labors zusätzliche Arbeit zu ersparen.
Um eine Idee zu vermitteln, zitieren wir einen Satz aus einem Brief, den die Velaz an Erich Stock geschrieben hatte. Letzterer hatte Beaglehunde bestellt, um die Bestellung eines anderen Labors zu erfüllen. Der Satz der Velaz, kommerziell lapidar, ist der folgende: Wir senden ihnen eine Hündin ohne Augen. (Dokumentation Eckart, 1989). Es handelt sich nicht um eine Ausnahme.


 
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